Beispielhafte KI-unterstützte Katalogabbildung einer Bohrmaschine mit verschiedenen Bohrern
Mit KI-Unterstützung erstellte, beispielhafte Katalogabbildung; Marke, Abmessungen, Farbe und Oberfläche der Lagerware können abweichen.

Das richtige Loch beginnt mit dem Bohrer

Nicht nur der Durchmesser, sondern Schneidengeometrie, Werkstoff, Schaft und Untergrund entscheiden. Metall-, Mauerwerks- und Holzbohrer sind nicht beliebig austauschbar.

Bosch Professional führt Mehrzweckbohrer als eigene Gruppe; dennoch gelten die Grenzen von Maschine und Zubehör.

1. Untergrund bestimmen

Stahl, Aluminium, Holz, Beton, Ziegel und Fliese unterscheiden. Vor Wandbohrungen Leitungen und Rohre prüfen.

Massivbeton, Lochstein, Dünnblech und dicker Stahl benötigen unterschiedliche Modi. Bei Bedarf verdeckt testen.

2. Metall sicher spannen

Geeignete HSS-Spiralbohrer decken viele Stahlarbeiten ab; Serien- und Hartwerkstoffe verlangen Herstellerdaten. Große Durchmesser meist langsamer fahren.

Werkstück einspannen, ankörnen, Austritt unterlegen und beide Seiten entgraten.

3. Mauerwerksbohrer und Aufnahme abstimmen

Zylinderschaft, SDS-plus und SDS-max benötigen passende Aufnahmen. Systeme nicht gewaltsam kombinieren.

Durchmesser nach Dübelanleitung prüfen. Bewehrung nur nach technischer Freigabe verändern.

4. Holzgeometrie nach Aufgabe wählen

Zentrierspitzen-, Schlangen-, Forstnerbohrer und Lochsägen erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Maschinenlimits beachten.

Austritt unterstützen, verdeckte Nägel prüfen und Staub behandelter Hölzer absaugen.

5. Schaft und Futter prüfen

Rund-, Sechskant- und SDS-Schäfte verriegeln unterschiedlich. Vollständig einsetzen, gleichmäßig spannen und Futterschlüssel entfernen.

Bei Schlag oder Taumeln anhalten und Bohrer, Adapter sowie Futter prüfen.

6. Drehzahl, Schlag und Druck ausgleichen

Zu hohe Drehzahl überhitzt Metall oder verbrennt Holz; zu hoher Druck klemmt den Bohrer. Herstellerwerte nutzen.

Schlag nur bei passendem Untergrund. Tiefe Löcher abschnittsweise von Bohrmehl befreien.

7. Tiefe und Reinigung beherrschen

Dübel und Anker verlangen vorgeschriebenen Durchmesser, Tiefe und Reinigung. Das Verfahren ist systemspezifisch.

Arbeitslänge und Reststaub berücksichtigen; ein größerer Dübel repariert kein schlechtes Loch.

8. Sicherheit und Zustand prüfen

OSHA betont richtiges Zubehör, Schutzvorrichtungen und persönliche Schutzausrüstung. Vor Wechseln Energie trennen.

Rissige, verbogene oder stumpfe Bohrer aussondern und beim Einkauf Material, Maße, Tiefe, Schaft und Maschine nennen.

Bohrer nach Material, Schaft, Arbeitslänge, Drehzahl und Befestigung wählen – nicht nur nach Durchmesser.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Bei tragenden sowie brand-, dämm- oder sicherheitsrelevanten Anwendungen sind die Planung des Fachingenieurs, die technischen Herstellerunterlagen und die geltenden Vorschriften maßgeblich.