
Leichte Profile brauchen gute Details
Aluminium ist leicht, bearbeitbar und wird oft durch seine Oxidschicht geschützt. Dennoch ist nicht jedes Profil tragend und nicht jeder Verbinder geeignet.
Legierung, Zustand, Wanddicke, Oberfläche und Geometrie wirken zusammen; bei kritischen Bauteilen gelten System und Statik.
1. Profil eindeutig festlegen
Querschnittscode, Legierung, Zustand, Wanddicke, Länge, Toleranzen, Oberfläche, Folie und Dokumente angeben.
Tragfähigkeit nicht aus dem Metergewicht ableiten; Spannweite, Wind und Anschlüsse berücksichtigen.
2. Zuschnitt referenzieren
Sichtseite und Zugabe markieren, Anschläge am Muster prüfen, ohne Quetschen spannen und geeignetes scharfes Blatt nutzen.
Grate und Späne aus Flächen und Kanälen entfernen; Stahl-Schleifstaub fernhalten.
3. Bohrungen und Verbinder planen
Randabstand, Wanddicke und Hinterlage sind ebenso wichtig wie der Schraubendurchmesser. Zu hohes Drehmoment schädigt dünne Wände.
Schrauben, Nieten, Nietmuttern, Nutensteine und Winkel übertragen Last unterschiedlich.
4. Fremdmetallkontakt beherrschen
Bei Feuchte kann Kontakt mit Stahl, Edelstahl, Kupfer oder Messing galvanische Korrosion auslösen. Metallpaar, Flächenverhältnis und Nässe bestimmen das Risiko.
Freigegebene Scheiben, Hülsen, Bänder, Dichtungen oder Beschichtungen können trennen. Systemtabellen beachten.
5. Wasseransammlungen vermeiden
Kanäle und horizontale Fugen entwässern und belüften, ohne tragende Bereiche beliebig zu bohren.
Dichtstoff ersetzt keine Entwässerung; Verträglichkeit prüfen und Abläufe offenhalten.
6. Wärmebewegung zulassen
Lange Profile dehnen sich aus. Beidseitiges Festsetzen kann Biegung und Anschlussbelastung verursachen.
Fest- und Gleitpunkte sowie Fugen im Projekt definieren und Montagetemperatur dokumentieren.
7. Sichtfläche schützen
Schutzfolie nur zulässig lange belassen, Profile nicht ziehen und von Mörtel, aggressiven Reinigern und Spänen fernhalten.
Herstellerverfahren zur Reinigung und Reparatur nutzen; tiefe Schäden technisch bewerten.
8. Abnahme prüfen
Maße, Diagonalen, Verbinder, Dichtungen, Entwässerung, Bewegung und Oberfläche prüfen.
Verdeckte Anschlüsse fotografieren und verwendete Systemteile dokumentieren.
