Beispielhafte Katalogabbildung stehend auf Paletten gelagerter Bitumenbahnen
Mit KI-Unterstützung erstellte, beispielhafte Katalogabbildung; Marke, Abmessungen, Farbe und Oberfläche der Lagerware können abweichen.

Das genaue Bahnsystem bestimmen

APP-, SBS-, Flämm-, Selbstklebe-, Heißbitumen- und Kaltklebesysteme haben unterschiedliche Regeln. Etikett, Datenblatt, Sicherheitsblatt und Dachaufbau müssen zusammenpassen.

Produkt, Charge, Abmessung, Datum, Oberfläche, Verpackung und Schäden dokumentieren. Nasse, gequetschte oder verformte Rollen sperren.

Rollen stehend, trocken und geschützt lagern

SOPREMA und IKO fordern stehende Lagerung. Rollen auf tragfähigen Paletten in sauberer, trockener und ebener Umgebung halten; Stapelgrenzen beachten.

Vor extremer Wärme und Kälte, Sonne, UV, Feuchte und Schmutz schützen. Außenlagerung nur mit zulässiger Originalverpackung und atmungsaktivem, lichtdichtem Schutz.

Form und Oberfläche beim Transport schützen

Rollen nicht werfen, schleifen oder mit Anschlagmitteln quetschen. Geeignete Hebemittel verwenden und konzentrierte Dachlasten prüfen. Auch auf dem Dach bis zur Verwendung stehend lagern.

Nicht auf Schrauben, Späne oder heiße Geräte stellen. Schutzfolien erst bei der Ausrichtung entfernen und Restmaterial abends geschützt einlagern.

Kalte Materialien richtig temperieren

Kälte kann Bitumen versteifen, Falten verursachen und die Anfangshaftung verringern. Mindesttemperaturen sind produktspezifisch, besonders bei Selbstklebebahnen.

GAF und IKO empfehlen bei geeigneten Systemen temperierte Lagerung und eine Entnahme unmittelbar vor der Verlegung. Keine unkontrollierte Erwärmung mit offener Flamme.

Mehr als die Lufttemperatur prüfen

Luft- und Untergrundtemperatur, Wind, Feuchte, Tau, Frost, Regen und Vorhersage gemeinsam prüfen. IKO verlangt Arbeitsstopp bei Wasser, Tau, Frost oder Schnee.

Bedingungen im Tagesverlauf erneut bewerten. Nur Flächen öffnen, die im selben Arbeitsabschnitt sicher fertiggestellt werden können.

Trockenen und verträglichen Untergrund herstellen

Staub, Fett, lose Teile, Spitzen, Eis und Wasser entfernen. Die Feuchte neuen Betons oder Estrichs nach dem zugelassenen Verfahren prüfen.

Grundierungen, Kleber und Dichtstoffe besitzen eigene Lager- und Temperaturgrenzen. Wasserprodukte frostfrei halten; Lösemittelprodukte mit Lüftung und korrekter Ablüftzeit verwenden.

Rolle entspannen, ausrichten und trocken anpassen

Wenn die Produktanweisung es erlaubt, kann Ausrollen und Entspannen Falten reduzieren. Richtung, Überlappungen, Abläufe und Aufkantungen trocken vorlegen.

Trennfolie erst nach Ausrichtung abziehen. Neu verlegte Bahnen beim Schneiden schützen und schief laufende Rollen nicht unter Zug zwingen.

Erste Bahn als Baustellenprüfung nutzen

Haftung, Naht, Falten, Schäden und vorgeschriebenes Anrollen oder Erwärmen prüfen. Bei fehlender Haftung stoppen und Temperatur, Untergrund, Primer sowie Materialzustand neu bewerten.

Charge, Lagerung, Wetter, Untergrundtemperatur, Trockenheit, Primer und Fläche dokumentieren. Qualität entsteht aus korrekter Lagerung, Temperierung, trockenem Untergrund und Systemtreue.

Rollen stehend, trocken und temperiert lagern, nur den unmittelbaren Bedarf entnehmen, nie auf Tau, Frost oder Wasser verlegen und die Haftung an der ersten Bahn prüfen.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Bei tragenden sowie brand-, dämm- oder sicherheitsrelevanten Anwendungen sind die Planung des Fachingenieurs, die technischen Herstellerunterlagen und die geltenden Vorschriften maßgeblich.