
Die Optik ist keine technische Spezifikation
Glanz oder Zinkblume bestimmen weder Stahlstärke noch Überzugsmasse, Güte, Umformbarkeit oder Nutzungsdauer. Nennen Sie Anwendung, Norm und erforderliche Nachweise.
Gleich große Bleche können sich beim Biegen, Schweißen, Lackieren und Bewittern unterschiedlich verhalten.
1. Dicke und Überzug getrennt angeben
Klären Sie, ob die Dicke den Stahlkern oder das beschichtete Produkt meint, und nennen Sie die Toleranznorm. Eine einzelne Messung repräsentiert nicht das ganze Blech.
Geben Sie die geforderte Überzugsklasse oder -masse an. Mehr Zink ist nicht für jede Umformung, Schweißung und Lackierung automatisch besser.
2. Güte passend zur Bearbeitung wählen
Biegen, Tiefziehen, Pressen und Rollformen verlangen geeignete Umformbarkeit. Zu enge Radien oder eine falsche Güte können Überzug und Stahl schädigen.
Beim Schweißen sind qualifiziertes Verfahren, Absaugung, Lüftung, PSA und die Wiederherstellung des Korrosionsschutzes erforderlich.
3. Tafel, Coil und Zuschnitt definieren
Spalten oder Ablängen kann bei Serienteilen Verschnitt verringern; Standardtafeln sind bei kleinen gemischten Arbeiten flexibel. Übermitteln Sie Maße, Stückzahlen und Walzrichtung.
Legen Sie Gratseite, Maßtoleranz und Ebenheit fest. Thermisches Schneiden kann den Kantenschutz beeinträchtigen.
4. Oberfläche und Lackierung planen
Zinkblume, Farbton, Passivierung und Öl hängen vom Produkttyp ab. Bei Sichtflächen ist ein Referenzmuster sinnvoll.
Verwenden Sie Reinigung, Vorbehandlung, Grundierung und Decklack, die ausdrücklich für verzinkten Stahl freigegeben sind.
5. Weißrost bei der Lagerung vermeiden
Zwischen dicht gestapelten nassen Blechen kann Weißrost entstehen. Trocken, belüftet, erhöht und gegen Wasser geschützt lagern, ohne Kondensat einzuschließen.
Nasse Pakete sofort öffnen, Bleche trennen und trocknen. Vor der Verarbeitung auf Feuchte, Kratzer, Beulen und Weißrost prüfen.
Checkliste für die Anfrage
Angeben:
- Einsatz und Umgebung
- Norm, Güte und Nenndicke
- Zinküberzugsklasse
- Abmessungen und Menge
- Zuschnitt, Löcher, Biegung und Toleranzen
- Oberfläche und Lackierung
- Kanten, Verpackung und Lagerung
- Zeugnisse und Rückverfolgbarkeit
