
Mehr als die Nennweite abgleichen
Rohrmaße und Einsatzfall zusammen mit Flanschnorm, Druckstufe, Dichtleiste, Lochbild und Werkstoff prüfen. Passende Löcher beweisen keine gleiche Eignung.
Leitungsnummer, Flansch, Dichtung, Schrauben und Schweißvorbereitung in einer freigegebenen Liste zusammenführen. ASME PCC-1 betrachtet Prüfung, Ausrichtung, Dichtung und Anziehen als gemeinsamen Prozess.
Dichtflächen prüfen
Alte Dichtung, Lack, Öl, Rost und Schweißspritzer entfernen, ohne die Oberflächenstruktur zu beschädigen. Riefen oder Verzug nicht mit dickerer Dichtung oder höherem Drehmoment verdecken.
Bohrungen, Gewinde, Scheiben und Auflageflächen kontrollieren. Dichtungen nicht wiederverwenden.
Ohne Zwang ausrichten
Achse, Parallelität, Verdrehung und Spalt vor dem Einsetzen der Schrauben messen. Eine schiefe Leitung mit Schrauben heranzuziehen belastet Rohr, Schweißnähte und Stutzen.
Halterungen so einstellen, dass die Flächen spannungsfrei zusammentreffen. Grenzwerte aus Projekt und Herstellerunterlagen anwenden.
Vorgesehene Dichtung zentrieren
Werkstoff und Form müssen zu Medium, Temperatur, Druck, Flanschfläche und nötiger Pressung passen. Dichtungsarten sind nicht beliebig austauschbar.
Eine neue, saubere und unbeschädigte Dichtung mittig einsetzen. Bei Verschiebung die Verbindung öffnen und neu ausrichten.
Schraubensatz kontrollieren
Vorgesehene Abmessung, Werkstoff, Muttern und Scheiben verwenden. Reibung und Schmierung beeinflussen die aus dem Drehmoment entstehende Vorspannung.
Gewindeeingriff prüfen und nur freigegebenes Schmiermittel sowie kalibriertes Werkzeug einsetzen. Allgemeine Tabellen ersetzen keine projektspezifische Vorgabe.
Über Kreuz und stufenweise anziehen
Alle Muttern handfest setzen und das Ziel in nummerierten Kreuzgängen erreichen. Eine Schraube sofort voll anzuziehen kann die Dichtung einseitig pressen.
Garlock fordert mehrere Gänge mit kalibriertem Schlüssel und anschließend einen umlaufenden Kontrollgang. Werte dokumentieren; unter Druck nicht nach Gefühl nachziehen.
Kontrolliert prüfen
Bauteile, Dichtung, Werkzeug und Kalibrierung dokumentieren. Druckprüfung nur nach freigegebenem Plan, mit richtigem Medium und abgesperrtem Bereich durchführen.
Druck langsam erhöhen und Abstand zur Trennebene halten. Vor einer Lecksuche drucklos machen; Nachziehen nach Inbetriebnahme nur nach ausdrücklicher Vorgabe.
