
Verzinkung beginnt bei der Konstruktion
Das Bauteil wird in Vorbehandlungsbäder, Flussmittel und Zink getaucht. Flüssigkeit muss einströmen, Luft entweichen und alles wieder ablaufen.
Eingeschlossene Feuchte kann schlagartig verdampfen; schlechter Ablauf verursacht Fehlstellen und Zinkansammlungen.
1. Öffnungen nach Tauchlage festlegen
In realer Aufhängung oben entlüften und unten entwässern.
Lage und Größe mit Verzinker und Statiker für Bauteil und Anlage abstimmen.
2. Jede geschlossene Zelle verbinden
Endplatten und Schotten bilden unsichtbare Kammern; jede benötigt Ein- und Auslass.
Innere Durchgänge offen halten und möglichst außen prüfbare Öffnungen vorsehen.
3. Platten und Überlappungen detaillieren
Gussets und Steifen durch Ausschnitte oder Öffnungen entwässern.
Enge Überlappungen normgerecht dichtschweißen, beabstanden oder belüften.
4. Rückstände entfernen
Schlacke, Farbe, Fett und silikonhaltige Sprays können die Zinkreaktion verhindern.
Schweißfehler vorab beheben; die Verzinkung verdeckt keine Oberflächenfehler.
5. Stähle bewusst kombinieren
Chemie, Dicke und Charge beeinflussen Schicht und Optik; Mischkonstruktionen können verschiedene Farbtöne zeigen.
Dickenunterschiede und unsymmetrische Nähte erhöhen Verzug; Module erwägen.
6. Größe und Aufhängung prüfen
Schräges Hüllmaß mit Kessel abgleichen und geeignete Anschlagpunkte vorsehen.
Für Gewinde, Scharniere, Passflächen und Zinkdicke Spiel planen.
7. Prüfung und Ausbesserung definieren
Fehlstellen, Ablagerungen, Verzug und Funktionsflächen nach Norm prüfen.
Zulässige Feldreparatur mit Vorbereitung und Umgebung dokumentieren.
Checkliste
Angeben:
- Profil, Dicke und Güte
- Abmessung, Masse und Tauchlage
- Öffnungen jeder Zelle
- Platten, Schotten und Überlappungen
- Schweißung und Reinigung
- Anschlagpunkte und Sichtflächen
- Gewinde und Toleranzen
- Norm und Prüfung
